Erfolgsstory Google

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Inhaltsverzeichnis

Mission

"Das Ziel von Google besteht darin, die Informationen der Welt zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen."

Stand der Dinge

  • Erfolg aufgrund hervorrragender PageRank-Suchalgorithmus + gleichzeitiger Aufbau und Vernetzung einer einzigartigen Server-Landschaft, der sog. Googleware auf Basis von optimierten Standard-PC-Elementen
    • seriöse Schätzungen (2007): 450.000 Rechner im Google-Netzwerk - organisiert in Clustern zu je 1 Petabyte und einem Datendurchsatz von 2Gbit pro Sekunde
    • Energieausstoß pro Quadratmeter Rechner: 1.500 Watt -> leistungsfähige Kühlsysteme vonnöten
    • Rechenzentren an mind. 25 Standorten innerhalb wie außerhalb der USA
      • Bsp. Project02 -ein gigantisches RZ über eine Fläche von 120.000qm am Ufer des Columbia River mit Anbindung an Wasserkraftwerk
  • Anzeigengeschäft als eigenständiges Produkt
    • Marktanteil von 1/3 am weltweiten Online-Werbemarkt
      • Schätzung, dass >400.000 Unternehmen das Google-Werbenetzwerk nutzen
    • AdWords derzeit wichtigstes Werbeangebot von Google und Hauptumsatzträger mit Site-Targeting
    • 2007: Umsatz ca. $15,6 Mrd.
      • $10 Mrd. auf Google-Websites
      • $5 Mrd. auf Partner-Websites
  • 31 Forschungs- und Entwicklungszentren weltweit (siehe Google Standorte)
  • Venture Capital für externe Unternehmen
  • Google Enterprise Professional Program: Partnernetzwerk mit vielen 100 Unternehmen
  • SaaS mit flexiblen Preismodellen als individuelles Pay-per-Use-Preismodell
    • in Kombination mit SOA, Open Source und Offshoring ermöglicht bdarfsgerechte Nutzung
  • Google als Produkt- und Systemführer
    • Entwicklungspfad von einer Suchmaschine zu einem Informationszugangsvermittler
    • Gartner-Analyse: Anteil internetbasierter Unternehmenssoftware am Gesamtmarkt 2011: 25%
  • Analyse der Erfolgsfaktoren von Google: Reverse Engineering Google's Innovation Machine

Marketing

  • Anteil von Marketing & Sales am Gesamtumsatz: 7%
  • Marketingstrategie verfolgt einen dualen Ansatz: Richtung der Nutzer und Richtung der Werbekunden
    • Google Advertising Professional: Qualifizierungsprogramm für Einzelpersonen und Unternehmen, um als zertifizierter Berater für AdWords am Markt auftreten zu können - dieses Programm kann man wiederum bei anderen Dienstleistern als Kurse buchen oder als eLearning betreiben.

Erfolgsrezept der Suchseite

  • puristisches Designkonzept
  • Einfachheit der Bedienung & User Experience (120 Sprachen
  • Geschwindigkeit der Server: <0,2 sek.
  • Indexgröße = 8 Mrd. Websites
  • Qualität der Suchergebnisse in Relevanz
    • PageRank
    • passive Personalisierung: komplexe Algorithmen ermöglichen eine Analyse der verfügbaren Informationen und eine daraus folgende implizite Differenzierung
    • Trennung von Inhalt und Werbung
  • wenig kommerzielles Image aufgrund des Verzichts von klass. Werbung und Unternehmensphilosophie: "Don't be evil"
  • Zukunft: Multi Access Platforms - Internetzugang über verschiedene Endgeräte

Weitere Google-Tools

  • Google Trends -> Anzeige der häufigsten Suchwörter
  • SearchMash.com -> Umfangreiche Suchmaschine über diverse Medienformen
  • YouTube als Videoportal - [ttp://video.google.com/ Google Video] als Video-Suchmaschine
  • Google User Experience Research - Google rekrutiert Testanwender für gezielte Produkttests und Marktforschung
    • Bezahlung: $75 pro Stunde
  • Google Book Search -> Verlinkung mit Google Maps, um alle beschriebenen Orte auf der Weltkarte zu sehen.
  • Google Scholar -> Suche in wissenschaftlichen Publikationen
  • Google Earth -> demnächst: Nagiationsgerät auf dieser Basis -> Routenplaner inkl. Wetteranzeige + 3-dimensionale Satellitenaufnahmen + Verkehrsüberwachung + hinterlegte Infos wie Tankstellen etc.
  • Google Moon: Ein Streifen Mondoberfläche à la Google Earth
  • Google SMS (= Google Mobile) -> Location based Infos auf das Handy -> z.B. Suche nach Telefonnummern, Flugplänen o.ä. (leider nur in USA & Kanada)
  • Google Voice Local Search -> Locale Unternehmensinformationen per Telefonanruf -> inkl. Telefonverbindung, Routenplan etc.
  • Google Gear: Browser-Erweiterung, mit der Online-Anwednungen ohne permanente Internetverbindung funktionieren
  • Hier geht's zu weiteren Google-Funktionen

Interessante Google-Dienstleistungen

  • Google Search Appliances für die unternehmensinterne Suche in großen Firmen
  • Google Mini für die unternehmensinterne Suche in kleinen Firmen
  • Google Apps for Your Domain: kostenlose Online-Dienste für kleine Unternehmen und Bildungseinrichtungen
    • Google Apps Professional Edition: Erweiterung des klassischen Apps-Paketes für größere Firmen - Angriff auf Microsoft Office
    • Google Apps Premier Edition: Paket aus E-Mail, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Kalender, Internettelefonie: pro Jahr und Arbeitsplatz: 38 Euro
  • Google Finance
  • Google Checkout
  • Google Health

Google als Arbeitsplatz

Forbes-Magazin kürte Google zum besten Arbeitgeber

  • Googleplex als Freizeitpark
  • kostenloses Essen in Gourmet-Restaurants
  • Swimmingpools, Massageräume, Yoga-Räume, Kindergarten, Friseur - kostenlos
  • $5,000 Zuschuss bei Kauf eines Hybrid-Autos
  • $2,000 bei erfolgreicher Empfehlung des Google-Arbeitsplatzes an einen Freund
  • Vielzahl weiterer Benefits
  • ca. 200 neue Mitarbeiter pro Woche (einige Personen kann man derLinksammlung zu Personen bei Google entnehmen
  • Bewerbungsverfahren: Fragebogen mit Fragen zu persönlichen Daten, Weltanschauung, Verhaltensmustern -> Algorithmus => Punktestand zwischen 1 und 100 = Aussage, wie gut der Bewerber auf die Stelle passt
    • Beispielfragen:
      • Haben Sie schon einmal einen regionalen, landesweiten oder Welt-Rekord aufgestellt?
      • Haben Sie schon einmal Geld für Nachhilfe, Kochen oder für das Ausführen eines Hundes verdient?
      • Haben Sie eine wohltätige Organisation gegründet?
      • Haben Sie schon einmal ein Buch geschrieben?
  • 70-20-10-Prinzip für Management:
    • 70% der Ressourcen gehen in dn Ausbau und die Weiterentwicklung der Kernbereiche Suchmaschine und Anzeigengeschäft
    • 20% in neue Angebote und Produkte
    • 10% in die Entwicklung neuer Ideen und Konzepte
  • 80-20 Prinzip für Techniker
  • Teams von 3-5 Personen
  • Diskretion der Mitarbeiter, um mit viralem Marketing per gezielter "Indiskretionen" oder "vermeintliche technische Fehler" die neuen Google-Dienste in den Markt zu bringen
  • Summer of Code: alljährlicher Studi-Wettbewerb im Open-Source-Kontext

Grundprinzipien der Innovation bei Google

Laut Marissa Mayer, Produktchefin bei Google (siehe Google-Organigramm):

  1. Ideas come from everywhere
  2. Cheer everything you can
  3. You're brilliant, we're hiring
  4. A licence to pursue dreams
  5. Innovation, not instant perfection
  6. Data is apolitical
  7. Creativity loves constraints
  8. It's users, not money
  9. Don't kill projects, morph them

Ablauf eines Innovationsprozesses:

  • Entwicklung in kleinen Teams
  • Wöchentliche Sprechzeiten bei Marissa Mayer
    • Besprechung neuer Ideen und erste Budgetverhandlung
  • regelmäßige Vorstellung der neuen Ideen gegenüber den 3 Top-Managern
  • 8-mal im Jahr: Brainstorming mit 100 Ingenieuren und Forschern, in denen jeweils 6 Konzepte vorgestellt udn diskutiert werden -> weiteres Vorgehen wird gemeinsam festgelegt
  • Beispiel-Ablaufplan: Business Case Prediction Markets at Google

Anreizsysteme = Arbeitsweise

  • 20-Prozent-Regel
  • kleine, flexible Teams
  • Optionsscheine auf Google-Aktien
  • Founder's Award Program in Mio-Höhe
  • Partnerschaften statt Feindesdenken
  • Ausgangspunkt der technologischen Weiterentwicklung ist nicht die kurzfristige Profitmöglichkeit, sondern die Problemlösung.

Übersicht über Arbeits-Motivation bei Google

Das Unternehmen Google präsentiert sich als einer der erfolgreichsten und angesehensten Arbeitgeber weitweit. Google-Mitarbeiter profitieren währen ihrer Arbeit von zahlreichen Vorteilen und einem äußerst angenehmen Arbeitsklima. Für diesen hohen Grad an Motivation, bei google zu arbeiten, gibt es vielfältige Ursachen, die durch folgende Skizze zusammengefasst werden können.

Bild:Google_Arbeits-Motivation_neu.png

Zukunft Googles

  • Personalisierungsprojekt Fusion ermöglicht ggf. Google als Mittelpuntk des digitalen Lebens zu etablieren
  • laut den Investmentanalysen von Cantor Fitzgerald: Etablierung einer umfassenden Plattform für die Werbetreibenden - mit targeted advertisement.
    • Expansion von AdSense in die klassischen Werbeträger Radio, Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften, Außenwerbung, Handy-Werbung, Spielen
  • Google Research-Abteilung: Konzept zur Massenpersonalisierung von TV-Werbung über Kabelnetze
    • Anzeige kontextsensitiver Zusatzinformationen, Dienste, Shopping-Angebote
      • Bsp. Kontext-Communities, Personalisierte Informationen, Echtzeit-Analysen, TV-Bookmarks
      • AdSense für Fernsehkonsum
    • Kontextsesnitität als statistische Größe, nicht als personalisierbare Daten
  • Februar 2006: Testphase Auktion von Werbeplätzen in 28 ausgewählten Print-Publikationen
  • Ende 2006: Testphase des Google Display Advertising Network (GooglePremium Audience Network)
    • Ausschaltung von zwischengelagerten Werbevermarktern und die Ablösung der Verkaufsteams der Online-Medien durch die automatisierte Buchung via Google ist greifbar nahe
    • AdSense als crossmediale Werbeplattform mit kontextsensitiver Platzierung der Werbung, flankiert durch eine automatisierte Planung, Disposition und Abrechnung
  • Creative Marketplace: Verzeichnis, das potenzielle Werbekunden mit Kreativen zusammenbringt
  • naheliegend: Suchmaschine für audiovisuelle Inhalte
  • Entwicklung hin zu einem Meta-Medienkonzern mit einer Überall-Strategie mit regionalen Anpassungen
  • geobasierte Dienste als Schlüssel für mobilen Markt
  • Netzinfrastruktur + Google Phone = Netzunabhängigkeit aufgrund einer Datenflatrate mit integrierter VoIP-Telefonie
  • Google Apps als Meta-Aggragator verschiedener Unternehmenssoftware
    • ggf. modular anpassbar an individuelle Bedürfnisse
    • evtl. Customer Led Innovation = individuelle Weiterentwicklungen zulassend
  • Beispiel Finanzdienstleistung
    • über Google Finance die Daten personalisiert anbieten, Refinanzeirung über Werbung + Automatisierung der Prozesse
    • Google Checkout als globales Interbank Clearing System
  • Beispiel Gesundheitswesen: Google Health
    • Transformation des Patienten zum informierten Patienten
    • elektronische Patientenakten, refinanziert über Werbung
    • Metaposition in verschiedene Richtungen: Ärzte - Pharma - Kunden - Apotheken
    • personalisierte Medizin und medizinisches Ökosystem
      • Integration von 23andMe
      • Möglichkeit der personalisierten Behandlung
  • Ziel: Metaposition -> Rolle einer zentralen Clearing-Stelle, die sehr persönliche Daten und Informatioenn schützt und nutzbar macht

Literatur

1) Kaumanns, Ralf; Siegenheim, Veit: Die Google-Ökonomie. Wie Google die Wirtschaft verändert. 2) Vise, David A.; Malseed, Mark: Die Google-Story

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