OLPC
Aus Wiki der HTW Berlin
Diese Zusammenstellung ist eine Übersicht der öffentlich zugänglichen und praxisbezogenen Eckdaten der OLPC-Initiative - ergänzt um eigene empirische Selbstversuche. Tatsächlich scheint stilles Wissen in den Köpfen der OLPC-Aktiven zu existieren, dass hier keinen Eingang gefunden hat und leider nirgends dokumentiert ist. Ob uns solch "altes" Fachexpertise-Denken weiterbringt, soll an dieser Stelle bezweifelt werden. Unser Projekt könnte auch als Versuch gedeutet werden, als elaborierte Beta-Tester den XO-Laptop auf seine Praxistauglichkeit (v.a. in der Lehre) hin zu untersuchen - aus Sicht der User, nicht aus Sicht vernetzter Aktivist/innen.
Im folgenden kann der kollektive Erkenntnisfortschritt der beteiligten Personen verfolgt werden: Während wir oben recht deskriptiv die Fakten zusammentragen, um das Projekt einordnen zu können, entwickeln sich die Inhalte nach unten hin immer investigativer und analytischer - selbstverständlich mit Raum für kommende Kurse, diese Seite weiter zu verfeinern.
Kurzbeschreibung
"One Laptop Per Child" (OLPC) ist eine Foundation aus den USA, die preiswerte Laptops für Kinder speziell in den Schwellen- und Entwicklungsländern entwickelt und verteilet. Es ist ein SPIN OFF vom MIT und im Vorstand -ist- war u.a. Nicholas Negroponte (Vorsitzender).
Erste Ideen zum OLPC wurden in den Siebziger Jahren von MIT-Professor Seymour Papert entwickelt. Dieser führte ein Projekt zum Technologie- und Wissenstransfer in Afrika durch. Hier wurden in einem Dorf Kindern die Computer zur Verfügung gestellt. Diese lernten innerhalb kurzer Zeit den Umgang damit.
2001 führte Nicholas Negroponte ein ähnliches Projekt in Kambodscha mit einer Schulklasse durch. Jedem Kind wurde ein damals moderner Laptop zur Verfügung gestellt. Aus diesem Projekt konnten die besonderen Anforderungen und Eigenschaften für einen Kinder/Schüler-Laptop abgeleitet werden.
Der Laptop soll ein Lernwerkzeug für das E-Learning, ein Kommunikationsmittel und eine Plattform für unterschiedliche Lernkonzepte und Unterrichtsmethoden sein. Es ist als OpenSource-Projekt gegründet worden und sollte durch den niedrigen Preis von 100$ pro Laptop für die Schwellen- und Entwicklungsländer erschwinglich sein.
Primäre Ziele sind die Verbesserung der Schulausbildung in diesen Ländern sowie die digitale Kluft zwischen den Industrieländern und den Entwicklungs- und Schwellenländern langfristig zu schließen. Aus diesem Grund wird das Projekt von den Vereinten Nationen unterstützt. (Millennium-Ziele der Vereinten Nationen: 2. Ziel bis zum Jahr 2015: Bereitstellung einer primären Schulausbildung für alle.)
Merkmale,Technische Details, Daten
Bereits im Oktober 2007 testete David Pogue, Technologiekolumnist der New York Times, den neuen XO-Laptop:
Hardware
Der XO-Laptop ist sehr robust und kindergerecht gebaut:
- peppige Farbe
- stoß- und wasserfest
- Handkurbel zum Batterieladen (Update: Die Jojo-Entwicklung wurde eingestellt, und die Handkurbel ist nicht effizient genug, den XO-1 mit Strom zu versorgen. Siehe z.B. http://www.slideshare.net/cscott/power2)
- Mesh-Netzwerk
- um größere Internetlöcher zu überwinden
- um kollaborationsfreundlich die Zusammenarbeit zu unterstützen
- Display: 7.5" dual-mode TFT, umklappbar. Farbbild-Modus max. Auflösung 800 × 600 Pixel, s/w-Modus 1200 × 900 Pixel.
- Internet, WLAN-fähig, eingebauter Router, Funknetz in einem Radius 2 km und kann Datenpakete über ca. 20 Rechner weiterleiten (Mesh-Networking)auch wenn sie aus sind.
- USB-Schnitstellen
- Videokamera und Micro für einfache Videos, Telefonie
- Spielefähig mit Gamebuttons
Detaillierte Angaben zur Konfiguration sind hier und hier zu finden.
Technische Ergänzungen
- Nicholas Negroponte im Harvard College Business Club: "We are working on a version now that will cost a hundred dollars or less and use about 85% [perhaps he said "less"] power then the XO-1 does. With the XO-1, if we close our eyes and did nothing, the price would drop 25-30% per year. There are 900 parts in the XO-1. For the next model, we can reduce the number of components to 50, that will also reduce the cost by another 40%. We have got to have discipline and not add features."
- Software-Spezifikationen: "We are using components from Red Hat's Fedora Core 6 version of the Linux operating system; we are tracking the main kernel fairly closely. - We will support five programming environments on the laptop: (1) Python, from which we have built our user interface and our activity model; (2) Javascript for browser-based scripting; (3) Csound, a programmable music and audio environment; (4) Squeak, a version of Smalltalk embedded into a media-rich authoring environment; and (5) Logo. We will also provide some support for Java and Flash. - Applications will include a web browser built on Xulrunner, the run-time environment used by the Firefox browser; a simple document viewer based upon Evince; the AbiWord wordprocessor, an RSS reader, an email client, chat client, VOIP client; a journal; a multimedia authoring and playback environment; a music composition toolkit, graphics toolkits, games, a shell, and a debugger. - Libraries and plugins used by OLPC include Xul, GTK+, Matchbox, Sugar, Pango, ATK, Cairo, X Window System, Avahi, and gstreamer."
- Zum Thema Meshup-Netzwerk zwischen XO und anderen Laptops: " * Creating a mesh network relies on special wireless hardware and software that is currently available only on the XOs. However, since the XOs really are special Linux laptops, you can definitely share activities between the XOs and another laptop running the same software so long as you are both connected to the same Jabber server." (siehe Mix OLPC & Laptops
- in Äthiopien: Verbindung zu Schulserver muss alle 2 Wochen bestätigt werden, um Laptop-Diebstahl zu vermeiden.
- Manuals und Dokumentationen zum XO Laptop finden sich hier
- bislang 700.000 Stück produziert und verteilt
- Kann mir jemand erklären, was es mit dem XO Classroom Presenter auf sich hat? Siehe auch hier
- bitte keine Redundanzen zu Wikipedia (deutsch) und Wikipedia (english), da diese Artikel wirklich gut aufgebaut sind!!
- OLPC-XO 2 (ab 2010?) wird einen doppelten Touchscreen aufweisen: siehe hier
- Zusammenfassung im halbstündigen ZDF-Bericht
Betriebssystem
Zur Zeit ist das Betriebssystem eine speziell für den OLPC entwickelte Linux-Distrubution - basierend auf Linux Kernel: Linux 2.6.22; Fedora base environment.
Wenn der Laptop eingeschaltet wird, ist er sofort betriebsbereit und einfach über die grafische Oberfläche zu bedienen. Als grafische Benutzeroberfläche wird das Desktop system Sugar verwendet. Weiter Informationen zu Sugar gibt es auf http://de.wikipedia.org/wiki/OLPC_XO-1#Benutzeroberfl.C3.A4che_.E2.80.9ESugar.E2.80.9C und http://sugarlabs.org/go/Main_Page
Betriebssystem update
Das Betriebssytem inklusive der grafischen Oberfläche kann aktualiesiert werden. Eine Anleitung wie recht einfach das Update durchgeführt werden kann findet man hier.
XO-PC Live CD
Nicht jeder kann oder will sich einen XO-PC kaufen oder bekommt einen geliehen. Wer dennoch einen Blick auf das Betriebssystem und den Sugar Desktop werfen möchte, der kann sich eine Live-CD herunterladen. Auf http://wiki.laptop.org/go/LiveBackup_XO-LiveCD findet man links zu den aktuellen Versionen der Live-CD und Installationsanleitungen oder wie man das ganze über einen Emulator starten kann. Live-CD bedeutet in diesem Zusammenhang, man kann diese CD einlegen, den Computer starten und das Betriebssystem auf der CD wird geladen, ohne dass eine Installation notwendig ist. Diese Live-CDs sind auch gut für Entwickler geeignet, so dass man als Entwickler trotz nicht vorhandener Hardware für diese Platform entwickeln kann.
Live CD Erfahrungsbericht
Wir haben diese Live-CD getestet und grundlegend funktioniert das ganz gut. Einlegen und laden des Betriebssystems funktionieren hervorragend. Maus und Tastatur werden ohne Probleme erkannt. Wird die Live-CD mit Hilfe von Suns Virtual Box gestartet ist auch Netzwerk konnektivität vorhanden.
Live CD und Laptop
Probleme gab es bei der Benutzung auf Laptops insofern, dass die Netwerkkarte nicht erkannt wurde und leider somit keine WLan verbindung aufgebaut werden konnte. Bei der zuletzt getestetetn Version (Versionsnummer wird hier noch aktualisiert) wurde die Netzwerkkarte erkannt, aber keine WLan Verbindung aufgebaut.
Verschiedene virtuelle Live CD instanzen im gleichen Netzwerk
Getestet wurde auch, ob es möglich ist, mehrere Instanzen von der Live CD im gleichen Netzwerk untereinander verbinden zu können. Dieser Versuch schlug leider auch fehl. Die einzelnen Instanzen hatten Netzwerkzugriff, sahen auch die gleichen Zugriffspunkte und Rechner, aber leider sahen sich die Instanzen nicht gegenseitig.
Anwendungen
Auf dem OLPC gibt es einige mitgelieferte Anwendungen. Eine auswahl davon im Folgenden:
- Browser, Libary (entdecken),
- Text und Calculation, Malen, Medienerstellung (erstellen),
- Chat, Talk (Kommunizieren),
- Pippy, Etoys, Turtle Art... (programmieren)
- diverse Spiele wie , Memorize(kann auch selbst angepasst werden), Memoletters, Jigsaw Puzzle oder auch Doom
Eine Übersicht über alle sogenannten Activities findet man auf http://wiki.laptop.org/go/Activities/All. Die Installation ist dabei recht einfach. Mit dem Browser auf dem XO Laptop einfach diese Seite aufrufen, und den Link hinter "Download" anklicken. Nachdem die Activity heruntergeladen worden ist, kann man sie auch gleich in der Home view sehen und starten. Herunterladen der XO Acitivties sollte mit der Browse Activity gemacht werden, da nur dann die Anwendung nach dem Herunterladen automatisch installiert wird.
Firefox, Flash und Java
- OLPC und Firefox
- OLPC und Flash sowie Java
- OLPC und Flash Performance
Firefox für den OLPC kann man hier Firefox herunterladen. Auf dieser Seite gibt es auch schone eine gute Beschreibung der Flash und Java installation.
Die Installation kann eventuell nicht wie auf der Seite beschrieben ausgeführt werden. Folgende änderungen sind gegebenenfalls erforderlich:
1. Erst in den Superuser Modus wechseln mit dem Befehl su -l
2. Das plugins Verzeichnis per hand erstellen.
Der Pfad wo das Plugins Verzeichnis erstellt werden muss, ist /home/olpc/isolation/1/gid_to_data_dir/10025/.mozilla und im .mozilla Verzeichnis das Unterverzeichnis plugins anlegen. Anschliessend noch mit chmod 777 plugins die Berechtigungen ändern. Der Pfad "~/Activities/Firefox*/install-flash" war auf meinem System "/home/olpc/Activities/Firefox*/install-flash" (Punkt 8 der Anleitung), Ansonsten kann wie beschrieben in der Anleitung auf der Wiki Firefox Seite vorgegangen werden. Die vorgehensweise ist für die Java Installtion sehr ähnlich.
Für die Performance habe ich noch folgenden Post gefunden: http://www.olpcnews.com/forum/index.php?topic=845.15 in dem das Greasemonkey script http://ttwhy.org/code/lofi_flash.user.js erwähnt wird. Das klappt für youtube auch schon ganz gut. Nur für Nibbler hat sich bisher nicht der ersehnte Erfolg eingestellt.
Auf http://wiki.laptop.org/go/Talk:Adobe_Flash ist die Rede davon die libflash.so zu ändern. Das hat garnicht funktioniert bisher und nur den Firefox zum Absturz gebracht. Eventuell aber auf dauer die bessere Alternative zu dem Greasemonkey script da universeller und ohne plugin nutzbar!?
Geht man normal auf die Adobe Flash download Seite, so bekommt man nur Adobe Flash 10 zum Download. Alternativ zu Adobe Flash 10 auf dem XO Laptop wurde auch die Performance mit Adobe Flash 9 getestet. Flash 9 kann hier heruntergeladen werden. Die Performance im Firefox hat sich leider nicht verbessert. Es wurden allerdings nur kurze Tests mit Youtube Videos gemacht. Es muss noch getestet werden inwiefern eigens für den XO Laptop optimierte Flashfilme auf dem XO abgespielt werden können.
Weiterentwicklung
Für 2008 angekündigt ist ein Dual-Boot-OLPC mit den Betriebssystemen Linux und Windows. Aus diesem Grund ist W. Bender aus der Foundation ausgetreten, da OLPC ein Open-Source-Projekt seit und dies aus seiner Sicht durch Windows als OS gefährdet ist. Hier zeigt ein Video wie Windows XP auf dem XO läuft.
Weiterhin wurde im Mai 2008 die zweite Generation des Laptops vorgestellt. Das XO-2 soll neue Lernkonzepte ermöglichen und die Hardwarekosten weiter senken. Das erste Modell wurde seit November 2007 rund 600.000-mal produziert. Hier soll zur Stromversorgung die Handkurbel zum Einsatz kommen und auch beim Display und der Tastatur sind große Veränderungen geplant. Diese sollen beide nunmehr durch ein Touchpad dargestellt werden.
Das Projekt ist als Open-Source angelegt. Indem die Rechner u.a. an Entwickler/innen über Vereine verteilt werden, können neue Anwendungen und Erweiterungen entwickelt werden und frei zur Verfügung gestellt werden. Sinnvoll wäre z.B. die Integration von Adobe Flash Player.
Projekte
Es existierent diverse Projekt mit diesen Laptops. Diejenigen, die damit arbeiten, können sich entweder auf der Projektseite vom OPLC Deutschland e.V oder im OLPC Wiki eintragen.
Im Gamesbereich
- An der Uni Potsdam werden bspw. von Dr. Robert Hirschfeld Spiele für Kinder in Form von Casual Games entwickelt.
- Eine andere Spielentwicklung: Pacman von Tristan Hoffmann.
- Squeak Deutschland forscht und etwickelt Anwendungen und Games mit Squeak.
Entwicklung von E-Learning-Szenarien
Ex existiert kein CD- oder DVD-Laufwerk, so dass klassische CBTs nicht zum Einsatz kommen können. Insofern ist man gezwungen, die vielfältigen Möglichkeiten des Webs oder des Mesh-Netzwerkes zu nutzen. Vor allem die Vielzahl an kollaborativen Web-Tools ermöglicht potenziell viele Szenarien i.S. von (e)Learning 1.0, Lehre 1.5 und Learning 2.0. Inwiefern die kommunikativen Möglichkeiten (IM, Audio-/Videochat, Virtual Classroom) unterstützt werden, bleibt einer noch anstehenden Evaluation vorbehalten.
Mit Web-Tools
Die Entwicklung von E-Learning-Szenarien mit Web-Tools schließt derzeit die meisten Anwendungen, die auf dem Flash-Player basieren, aus. Der Adobe Flash Player ist nicht vorinstalliert, sondern Gnash. Gnash, ist eine Anpassung von Flash auf Linux und ist kostenlos. Aber aus unterschiedlichen Gründen ist Gnash nicht wirklich kompatibel mit den Flash-Awendungen. Der Adobe Flash-Player kann zwar auf dem Rechner installiert werden - bedarf aber einiger technischer Vorkenntnisse. Ist die Installation geglückt, laufen die Videos nur sehr langsam (ca. 2 Bilder pro Sek.), da die Rechnerleistung dafür nicht ausreicht. So können die Videoportale wie Youtube oder Sevenload nicht genutzt werden, ebensowenig Ustream.tv, Slideshare, RapidShare oder Dienste wie Mindmeister.
Umsetzen lassen sich dagegen E-Learning-Szenarien mit folgenden Web-Tools:
- LMS (z.B. Moodle)
- Wiki
- Blogs
- Social Bookmarking
- Google-Universum
- Flickr
- Ning
- etc.
Mit OLPC-Tools
Die Rechner sind als Lernwerkzeug gebaut. Sie erlauben spontanes kollaboratives Arbeiten untereinanander und bringen auch eine Vielzahl an Anwendungen mit, die für das Lernen im schulischen Bereich geeignet sind (Programmieren, Schreiben, Rechnen, Musizieren, Spielen, Browsen). Aber für Videoanwendungen wie in Form einer Videokonferenz oder dem Virtual Classroom mit Video eignen sie sich nicht. Dafür ist ein Chat integriert, über den die Nutzer sofort loslegen können, wenn ein anderer Rechner in der Nähe ist. Auch können die bearbeiteten Daten über die einzelnen Programme (z.B. Textbearbeitung) einfach in der Gruppe geshart werden. So ist in jedem Fall unmittelbares kollaboratives Arbeiten im Klassenraum möglich, wenn mehrere OLPC vorhanden sind.
Beispiele der Verwendung von XO-Anwendungen
- Motiondetector: Hier wird der OLPC zum Bewegungsmelder umfunktioniert und Bilder werden automatisch von dem XO geschossen. In diesem Beispiel wird somit sehr einfach das Nest einer Schwalbenfamilie beobachtet. Für die Schüler ist es eine schöne Gelegenheit der Naturbeobachtung und sie lernen den Computer in Ihrem Sinne zu programmieren.
- In Thailand wurden Schulkinder sowie Lehrer mit den OLPC-Laptops versorgt. Beispiele für den Gebrauch:
- Erdrutsch Erkennungs-Projekt: Erdrutsche sind in bergiger Landschaft eine große Gefahr. Die XOs wurden zum Monitoring des Regenfalls (via Web) benutzt und die Kinder können ihre Angehörigen warnen, wenn die Regenfälle bedrohliche Ausmaße annehmen.
- Die XO Band: Die Kinder sind sehr begeistert von dem Musikprogramm Tam-Tam und so wurde eine XO Band gegründet, die damit traditionelle Thai-Musik spielen.
- Das Google Phänomen: Mit dem XO steigerte sich die Popularität von Google unglaublich. Die Kinder googeln nun im Auftrag ihrer Eltern nach Wissen. Diese Entwicklung ist auf den mobilen Laptop zurückzuführen, da auch vorher bereits ein Zugang zu Google über das Computerlabor gegeben war.
- Die Kamera wird zur Dokumentation benutzt und ist eine sehr intensiv genutzte Funktionalität des Laptops. Bilder werden vom privaten Umfeld geschossen, aber auch zur Dokumentation der heimischen Flora und Fauna. Diese Fotos werden dann wieder für den Unterricht genutzt.
- Der XO wird als persönlicher "iPod" durch die Schüler genutzt. Hier kommt die Audiosoftware und das eingebaute Mikrofon zum Einsatz. Die Schüler nehmen Musik oder Radiosendungen auf, in dem sie einfach den XO neben das Radio stellen und mitschneiden. Diese Mitschnitte hören sie sich dann im iPod-Style an.
Die Möglichkeiten, den XO-Laptop zum Lernen einzusetzen, sind demnach sehr vielfältig. Weitere Beispiele finden sich im OPLC-Wiki oder auf OLPC.tv oder auch unter youtube.com.
Kollaborations- und Kommunikationsmöglichkeiten (Bericht)
OLPCs miteinander zu verbinden (in dem sogenannten Mesh Network) funktioniert denkbar einfach. Nachdem von dem HOME-Bereich (der Knopf mit dem einen Kreis) zu dem NEIGHBORHOOD-Bereich (viele Kreise) wechselt und darauf wartet, dass beide sich gegenseitig erkennen, reicht ein Klick auf "+ Make Friend" und der jeweilige OLPC wird hinzugefügt. Um später nochmal die aktuellen "Mesh Network Freunde" zu sehen, genügt ein Klick auf den GROUPS-Button.
Was mir auffällt, ist das merkwürdige Verhalten wenn beide verbunden und Freunde sind. Denn mir wird im NEIGHBORHOOD-Bereich immer noch vorgeschlagen, den jeweils anderen OLCP als Freund hinzufügen, obwohl im GROUPS-Bereich "- Remove Friend" angeboten wird - also er schon hinzugefügt wurde. Der Sinn erschließt sich mir nicht!
In einem vorherigen Versuch hatte ich nach dem Verbinden beider OLCPs noch die Möglichkeit "Invite to Journal" auszuwählen - dieser Punkt fehlt jetzt. Wie ich ihn reaktiviere, weiß ich (noch) nicht. Wirklich gebracht hatte mir ein Klick darauf auch nicht - es ist mir noch vieles schleierhaft was das Networking mit dem kleinen Grünen angeht.
(Geduld war/ist angesagt)
Nach ein wenig Warten - das muss man beim OLPC recht oft - erscheint dann tatsächlich auf einem Laptop der Menüpunkt "Invite to Journal".
Erfreulich ist auch, dass mein MacBook das Mesh Network als "olpc-mesh" ("Computer-zu-Computer"-Netzwerke) erkannt. Beachten muss man aber, dass "Mesh Network 1" auf dem OLPC ausgewählt werden muss. Was ich mit dieser Verbindung anfangen, ist für mich noch relativ "böhmisch".
(Nach ein wenig friemeln)
Gerade habe ich festgestellt, dass je nachdem welches Programm (Activity) offen ist, dem jeweils anderen OLPC der Vorschlag gemacht wird "Invite to <Name der Aktivität>".
Das funktioniert mit der Einladung "Invite to Write Activity" zum kollaborativen Schreiben richtig gut - fast ohne Verzögerung sieht man das Geschriebene vom anderen OLPC. Übrigens erkennt man eine Einladung zum kollaborativen Arbeiten mit einem Programm daran, dass es bläulich hervorgehoben wird. Das Programm startet man dann und setzt die Freigabe des Dokuments unter dem Reiter "Activity" von "Private" auf "Neighborhood".
Dann darf fröhlich gechattet..ähm...geschrieben werden. Denn mir kommt sofort ein Szenario in den Kopf: Ist an der Uni oder sonst wo kein W-Lan verfügbar, aber möchte man dennoch (z.B. während der Vorlesung) einen wichtigen Gedanken an einen Kommilitonen loswerden, ist das die neue technische Alternative für das althergebrachte Zettelschreiben und über die Bänke verteilen ;) .
Heute (05.09.2008) habe ich mit Maike nochmalig einen Versuch gestaret, die Kollaborationsmöglichkeiten des OLPC auszutesten - das Ergebnis war ernüchternd.
Texte verfassen kann man ohne Probleme - das weiß man ja jetzt schon. Darüberhinaus ist aber nur möglich, noch miteinander zu chatten. Die Aktivitäten "TamTam" (Programm zum Musikmachen) und "Paint" (ein Malprogramm), "Video" funktionierten kollaborativ gleich Null.
Es stellt sich also mir die Frage, inwiefern das Mesh Network überhaupt sinnvoll ist, wenn man nur kollaborativ Texte verfassen und miteinander schreiben kann.
Außerdem konnten wir im Hauptgebäude der HTW (Treskowallee 8) die Reichweite des Netzwerks testen. Geschriebene Nachrichten kamen - je weiter Maike sich distanzierte - später an. Ich habe sogar die Vermutung, dass die von ihre Nachrichten nur ankamen, weil sie sich dann wieder mir genähert hat.
Insofern ist die Reichweite, die für das OLPC-Netzwerk mit 1.5 bis 2km angegeben wird, nur unter freiem Himmel bzw. mit freiem Sichtfeld erreichbar.
Die Illusion wirklich effektiv und vielschichtig mit anderen zusammenzuarbeiten ist für mich was den OLPC als Mittel angeht zunächst geplatzt bzw. illusionär.
OLPC und Konnektivismus
Im Rahmen des Didactics of Media Kurses an der HTW WS 08/09 sollte untersucht werden, inwiefern der OLPC und Konnektivismus zusammen passen. Dafür wurden verschiedene Anwendungen auf ihre Kommunikationsfähigkeit getestet. Bevor die Tests allerdings gemacht werden konnten, war es erforderlich, die OLPCs zu aktualisieren. Wie ein OLPC aktualisiert werden kann findet sich unter #Betriebssystem update. Das Ergebnis war leider, dass viele Anwendungen nicht wirklich gut mitenander kommunizieren. Teilen(Sharing) der Anwendung hat sowohl mit dem ursprünglich als auch mit dem aktualisierten Betriebssystem funktioniert, allerdings ist jeweils das Problem, die Kommunikationspartner sehen sich, aber die Anwendungen senden keine Daten an den Partner und die Anwendung aktualisiert die Daten nur lokal. Eine Liste der getesteten Anwendungen findet man nachfolgend und welche Funktionen erreicht worden sind.
OLPC Activities und die Möglichkeiten gemeinsam zu arbeiten
Chat
- Verbindung gelungen, sowohl über individuelle Einladung als auch über Veröffentlichung der Aktivität
- didaktische Möglichkeit, eine Art virtuellen Classroom zu simulieren (mögliche Einsatzszenarien in der Lehre)
Write
- gemeinsames Arbeiten am einem Text gelungen, aber nur bei neuen Texten. Das Sharen von bereits existierenden Texten nicht gelungen
- didkatische Möglichkeit, kollaboratives Schreiben für Arbeitsgruppen, Dokumentationen (Wikiprinzip - Einsatzszenarien sammeln wir unter http://www.netvibes.com/evideo#Wiki)
Etoys
- ein einfaches Demo-Video über das Programm: [1]
- Activity Sharing bisher nicht gelungen.
Turtle Art
- mit einfachen Programmierkomandos kann man eine Schildkröte über den Bildschirm laufen und zeichnen lassen.
- Activity Sharing bisher nicht gelungen.
Paint
- Activity Sharing bisher nicht gelungen.
Record
- Bilder können gemeinsam betrachtet werden, wenn sie zum Zeitpunkt der gemeinsamen Session gemacht wurden. Änderungen an den Bildern (z.B. anderer Titel werden nach der Änderung nicht übernommen)
- Bildersharing -> Austausch von Bilderaufnahmen (als Leistungsnachweis, als Expeditionsnachweis, als Erzählmethodik) - Beispiele für problembasiertes Lernen mit Flickr finden sich hier - gute Gründe zum Einsatz von Flickr hier
Browser
- gemeinsames Browsen noch nicht gelungen
- im Internet: kollaborative Internet-Anwendungen nutzen (siehe z.B. unsere eVideo-Toolsammlung - Test erforderlich
Maze
- Labyrinth-Spiel, man kann gemeinsam spielen, jeder läuft mit seinem Ball durch das Labyrinth und die Zeiten des Zieleinlauf werden angezeigt
Calculate
- der Taschenrechner ist gemeinsam nutzbar, man sieht die eigenen Rechnungen und die der anderen in der jeweiligen Farbe.
Weitere explizite, kollaboartive Lern-Activities
- Anleitung zu möglichen kollaborativen Lernaktivitäten
- Poll Builder, um Umfragen zu erheben und Muster zu erkennen. Ziel, ist die Einübung von demokratischen Entscheidungsprozessen. Ein ausgefeilter Lessons-Plan über 4 Einheiten ist bereits vorhanden.
- School Census als Möglichkeit, statistische Verteilungen in einer Gruppe zu verdeutlichen und aufzuzeigen.
- Class Orchestra - Musikunterricht der anderen Art mit TamTam. Einübung kollektiver Musik.
- Right Angles - eine Aktivität, um rechte Winkel zu erkennen und zu verstehen. Der hier aufgezeigte Lessons Plan setzt zudem eine Crossteaching-Methode um, indem 2 Klassenräume miteinander verbunden werden.
- Aufforderung zur Entwicklung weiterer kollaborativer Aktivitäten durch Nutzung der Activity Templates
- Slider Puzzle "is a classic logic game that challenges a player to slide tiles around to form a picture or pattern. This digital version provides a fun context for learners to explore basic functions of the XO, learn problem solving skills, and develop creative projects that reflect understanding of a topic they are studying."
Welche Konzepte laufen synchron zu Erkenntnissen der Konnektivismus-Theorie?
- Negroponte: Lehrende sind nur ein Weg, um zu lernen - Lernen selbst findet weitestgehend ohne Lehrende statt.
- OLPC Mission:
- "XO embodies the theories of constructionism first developed by MIT Media Lab Professor Seymour Papert in the 1960s, and later elaborated upon by Alan Kay, complemented by the principles articulated by Nicholas Negroponte in his book, Being Digital."
- "Extensively field-tested and validated among some of the poorest and most remote populations on earth, constructionism emphasizes what Papert calls "learning learning" as the fundamental educational experience. A computer uniquely fosters learning learning by allowing children to "think about thinking", in ways that are otherwise impossible. Using the XO as both their window on the world, as well as a highly programmable tool for exploring it, children in emerging nations will be opened to both illimitable knowledge and to their own creative and problem-solving potential."
- Free Content
- Kollaboration Contributing Content
- Netzwerkansatz der Schulserver, um interne wie externe Ressourcen optimal miteinander zu verbinden
- allerdings sprechen Kuratoren und Koordinatoren als Aufpsser gegen den Konnektivismus-Ansatz
- Eine kleine Diskussion findet sich hier.
- Ansatz baut jeweils auf Konstruktivismus auf.
Inwiefern der OLPC als Applied Connectivism betrachtet werden kann, ist eine spannende Frage: Vom lerntheoretischen Ansatz her fügt sich der OLPC eher in die konstruktivistische Logik ein. Problem- und erfahrungsbasiertes Lernen innerhalb des Klassenraumes (mit Ausblick in die große weite Internet-Welt) steht im Vordergrund - mitsamt aller Problematiken, traditionelle Lehrmodelle technologisch zu unterlaufen und den naturgemäß offeneren Zugang seitens junger Schüler/innen zu honorieren.
Die Maxime eines maximal kollaborativen Ansatzes, in dem sich alle XO-Laptops über größere Distanzen hinweg miteinander verbinden können, um gemeinsam in Programmen arbeiten oder spielen zu können, glückt technologisch nur in Ansätzen. Den Informatik-Studierenden der HTW gelang es trotz mehrerer Anläufe nur in einzelnen Fällen, Programme wirklich miteinander kommunizieren zu lassen. Sicherlich ein gut gemeinter Anfang, aber unter den gegebenen Umständen (Microsoft-Übernahme, mangelnde Unterstützung für Open Source etc.) sollte die Linse geöffnet und die kollaborativen Möglichkeiten des World Wide Web in den Blick genommen werden.
Überhaupt ist es bei aller Internationalität und globalem Enrollment erstaunlich, wie wenig Output zu konkreten Einsatzszenarien und möglichen Erfolgsstories zu finden ist. Ich möchte behaupten, wirklich jede Wiki-Seite sowohl der internationalen als auch der deutschen OLPC-Bewegung durchforstet zu haben auf der Suche nach einer Systematik oder Anleitung für XO-Beginners. Zwar dokumentieren viele Schulen ihre Aktivitäten in mehr-oder-weniger interessanter Aufbereitung bzw. sie broadcasten ihre kleinen Erfolge im Stile klassischer Berichtskultur - eine diskursive Auseinandersetzung, gar länderübergreifend, mag eventuell auf Konferenzen von statten gehen, dann aber mit allen Einschränkungen einer bürokratisierten Auseinandersetzung und nicht als lebensbegleitende Grassroots-Initiative.
Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen, was der OLPC mit Konnektivismus gemein habe, so können wir mit Blick auf die Prinzipien des Konnektivismus festhalten:
- Lernen und Wissen beruht auf der Vielfältigkeit der Meinungen: Ja, der OLPC ermöglicht den Zugriff auf sehr viele Meinungen und gewährt gleichzeitig aufgrund seiner ursprünglich offenen Struktur das Potenzial, beliebige Anwendungen oder Erweiterungen selbst zu entwickeln und in die OLPC-Bewegung einfliessen zu lassen. Insofern lebt der OLPC die Vielfältigkeit.
- Lernen als Prozess, spezialisierte Netzwerkknoten oder Informationsquellen miteinander zu verbinden: Inwiefern Schulkinder diese Kompetenz sich in ihren konstruktivistisch arbeitenden Schulklassen erarbeiten, ist der Kompetenz der Lehrenden geschuldet. Allerdings unterstützt die unsystematische Aufbereitung möglicher offener Informationsquellen oder alternativer Knotenzugänge nicht den einfachen Zugang der Lehrenden zu einem Angebot, durch das sie ihre Lernenden konstruktivistisch führen könnten. Hier besteht noch ein großer Nachholbedarf, eine Art globaler "Edupedia" aufzubauen.
- Die Verbindungen sind wichtiger als deren Inhalt: Sollte es glücken, Schüler/innen einen nachhaltigen Zugang zueinander und zum Internet zu gewähren, der sich auch außerhalb der schulischen Grenzen aufrechterhalten liesse, so ist der konkrete Unterricht tatsächlich nachrangig zu betrachten. Eigentlich ist der OLPC aber als Lehrmittel, als alternativer Zugang zum Inhalt gedacht - allerdings mit der integrierten Möglichkeit, Verbindungen zu anderen zu suchen und funktional darauf einzugehen.
- Wissen kann in nicht menschlichen Hilfsmitteln verbleiben: Nun, das ist das Wikipedia-Prinzip, aber leider nicht das Text-Sharing-Prinzip des OLPC. Insofern weiterhin die Forderung, nicht so sehr auf kollaborative Werkzeuge im engen Raum zu setzen, sondern in die große weite Netz-Welt sich hinauszubegeben und diese Möglichkeiten auszubauen.
- Die Kompetenz mehr wissen zu wollen ist wichtiger als das aktuelle Wissen: Dieser Forderung, das Lernen zu lernen, kommen konstruktivistische Lernmethoden sehr entgegen. Insofern habe ich Hoffnung. Gleichzeitig sollten Lehrende auf die vielfältigen Social-Komponenten des Web 2.0 hinweisen, um Neugierde zu wecken, mit welchen Themen mental Gleichgesinnte sich noch beschäftigen und so einen manischen Auch-Lernen-wollen-Impuls zu initiieren. Die Intelligenz der Daten ist OLPC-intern nicht ausgebildet - insofern nicht state-of-the-art.
- Um kontinuierliches Lernen zu ermöglichen, ist es notwendig, Verbindungen zu pflegen und zu erhalten: Auch hier sehe ich wieder die Notwendigkeit, aus den Klassenräumen hinauszugehen und die Schüler/innen mit der Welt außerhalb ihres persönlichen Wirkungskreises zu verbinden. Dies kann nur über die Netzleitungen der Telekommunikations- oder Satellitenbetreiber erfolgen - also ist Grundvoraussetzung, die Anbindungen zu gewährleisten und dann inhaltliche Verbindungen zu anderen Schulen, zu anderen Lernenden zu schaffen.
- Die Fähigkeit, Verbindungen zwischen Themenfeldern, Ideen und Konzepten zu sehen, ist eine Kernkompetenz: Diese Kompetenz kann sicherlich auch in konstruktivistischen Zusammenhängen gelernt werden. Um im globalen Raum agieren und Gemeinsamkeiten entdecken zu können, muss natürlich der Gang nach außen auch gewagt werden - als Prinzip, nicht als Exkurs!
- Aktuelles und akkurates Wissen ist die Intention aller konnektivistischen Lernaktivitäten: Es geht darum, sich immer auf dem aktuellen Stand der Diskussion zu bewegen - eine Fähigkeit, die jedeR immer mitbringen sollte, die aber den meisten aufgrund ihrer schlechten Lernerfahrungen abhanden gekommen ist. Mit problembasiertem Lernen schafft man es vielleicht, diese Intention in den Lernenden zu forcieren und nachhaltig zu verankern. Aber auch sie setzt eine Verbindung zum weltweiten, dynamischen Wissensstand voraus.
- Entscheidungsfindung als solches ist ein Lernprozess: Auch in dieser Kompetenz können Schüler/innen konstruktivistisch begleitet werden - die Frage ist, ob die Lehrenden dazu bereit und fähig sind ...
Fazit
Viel Kleingärnterarbeit ist bereits erfolgt im OLPC-Universum, aber noch wenig vernetzte Anbindung der Schulen untereinander. Nicht als kolonialistische Gutmenschen-Arbeit, sondern als tatsächliche Macht der sozial Schwachen. Hier besteht noch viel Forschungs- und v.a. konkrete Aktivistenarbeit.
Edukative Ergänzungen
- "One Laptop per Child is an education project, not a laptop project. Our goal is to provide children with access to libraries of knowledge, ideas, experiments, and art -- to provide a window into the world, with examples and references on which to build." (siehe OLPC - Educators)
- Der freie resp. kostengünstige Zugang zu Laptops ermöglicht eine nationale Entwicklungsdynamik, wenn Breitbandvoraussetzungen gegeben sind -> Entstehung einer Wissensgesellschaft (siehe Lernvision)
Sammlung an OLPC-Projekten weltweit
Wunderbare Übersicht in Google Maps zu OLPC Pilot Schools
Eine aktuelle Übersicht über OLPC Projekte gibt es im OLPC Wiki.
- Afrika
- OLPC Äthiopien - ein Videobericht der Deutschen Welle vom 11.11.2008
- OLPC Nigeria
- Asien
- OLPC India: Hoffnung auf OLPC-Projekt als integratives Moment über diverse indische Gruppen - Problem: 28 unterschiedliche Sprachen - dominierend: Hindi + English
- Khairat - das Pilotprojekt in Indien mit Ablaufplan, technischen Hinweisen und ersten Ergebnissen! -> Usability des OLPC ermöglicht Nutzung, ohne Kenntnis der englischen Sprache. -> "The work with the teacher was on how to best use laptops as a tool to "learn learning" by expressing, constructing, designing, modeling, imagining, creating, critiquing, debugging, collaborating with the children, carrying out hands-on activities and project based work, retrieving specific data from the Internet, and publishing content and collaborative production of content on Wiki pages shared on the Internet. We also went into XO software activity potentials and into applying learning in educational projects that raise children's awareness about their environment, in a local and global context. And throughout, we worked on integration of the curricula with the software learning activities, by children and teacher."
- Parikrma Center for Learning, Bangalore
- Aradhna Convent School, Bangalore
- Holy Mother School, Nashik
- Saint-Anthony School, Dugawar (U.P.)
- Poorva Maadhyamik Vidyalaya (Pre Middle School) ????? ???????? ???????? , Bhagmalpur, District Jaunpur, Uttar Pradesh
- Chiragh Grammar School, Meerut (U.P.) and Project Writeup
- Auroville, Tamil Nadu
- Belgaum District, Karnataka
- OLPC India Student Chapter: Studierenden-Organisation, die den OLPC versucht innerhalb Indiens zu promoten
- Schulunabhängige OLPC-Projekte: Jupiter (Semantisches Lernsoftware, die individuelle Curricula je nach Alter, Voraussetzungen und Sprache zusammenstellt) + Web-Teacher SCOMST - Remote-Teaching per Konferenzschaltung + Integration des Mesh-Netzwerkes
- OLPC Mongolei
- OLPC Nepal
- OLPC Pakistan
- OLPC Thailand
- Ban Samkha: The Bug Blitz is the idea of renowned naturalist and scholar Professor Edward O. Wilson of Harvard University. Students and teachers combine to focus on the issues that surround biodiversity. There is a Bug Blitz underway at Ban Samkha school in Thailand. You can track their progress at ZipcodeZoo.com.
- OLPC India: Hoffnung auf OLPC-Projekt als integratives Moment über diverse indische Gruppen - Problem: 28 unterschiedliche Sprachen - dominierend: Hindi + English
- Australien/Ozeanien
- Europa
- Nordamerika
- King Open School Cambridge: Diverse Experimente (inkl. Usability-Tests) mit dem XO Laptop, um Immigranten-Kinder in der englischen Sprache zu üben. Viele Videodokumentationen als Beispiel, wie die Auseinandersetzung mit einem neuen technischen Gerät Spass machen kann und gleichzeitig sinnvolle Inhalte entstehen können.
- Südamerika
- OLPC Brazil: Im Januar 2007 wurden 550 XO-Laptops an das Bildungsministerium ausgeliefert für Pilotprojekte im Klassenraum. Integration diverser brasilianischer wissenschaftlicher Institute (zwecks technologischer Weiterentwicklung, Curriculum-Entwicklung, Netzwerkforschung und Evaluation) - teilweise in Kooperation mit Harvard. Desweiteren ist das Nokia Institute of Technolgy involviert, die an der Weiterentwicklung des Speichers und der GUI arbeiten.
- Bank of activities for the OLPC: Beginn einer Sammlung von möglichen didaktischen Szenarien für verschiedene Fächer und Altersgruppen - noch wenige Beispiele bislang
- Pilotprojekt Porto Alegre: "The introduction of the laptop into any school can be a struggle between respecting the established pedagogical approach of the school and inserting new ideas about education. On one hand, it is necessary to avoid the colonialist approach that the new ideas and traditions are better than those already in place. On the other hand, a core concept the OLPC project and the XO laptop is to introduce an entire vision about learning. The balance between these two perspectives can only the achieved through careful dialogue with all of the people involved in the initiative and a lot of respectful listening. (...) The adoption of the XO, together with an appropriate pedagogical and methodological basis, is a powerful initiative to help changing traditional education, bringing along several possibilities to develop intelligence, competences and solidarity."
- Game Jam Brasilien: 2-tägiger Wettbewerb im April 2008 rund um Spieleentwicklung für den XO-Laptop
- OLPC Kolumbien
- OLPC Peru - Erfahrungsbericht aus verschiedenen Orten
- OLPC Uruguay
- Cardal: Blog zum Ceibal Projekt (siehe unten Weitere Ressourcen) !
- OLPC Brazil: Im Januar 2007 wurden 550 XO-Laptops an das Bildungsministerium ausgeliefert für Pilotprojekte im Klassenraum. Integration diverser brasilianischer wissenschaftlicher Institute (zwecks technologischer Weiterentwicklung, Curriculum-Entwicklung, Netzwerkforschung und Evaluation) - teilweise in Kooperation mit Harvard. Desweiteren ist das Nokia Institute of Technolgy involviert, die an der Weiterentwicklung des Speichers und der GUI arbeiten.
Können diese Projekte strukturell unterschieden werden?
Der Ablauf gestaltet sich offenbar immer gleich:
- Integration in bstehende Schulen
- Konzentration auf Grundschule
- Großes Interesse bei Lehrenden und Eltern
- Neugierde und Aktivität bei Schüler/innen
- Ältere Schüler/innen helfen jungen
- Laptop als Digitalkamera
- Ausstrahlung nach außen: Rechercheaufträge der Eltern
- Suche nach neuen Lehrkonzepten, um von traditioneller Lehre zu lernenden-zentrierten Angeboten zu gelangen
- Entwicklung und Aufbau von Multimedia-Kompetenz bei Lehrenden
Welche Lernkonzepte wurden bislang realisiert oder befinden sich in Planung?
- Sammlung an Education Networks - mit viel Links zu Open Education, Open Content, Vertretern und Organisationen (noch abzugleichen mit delicious)
- Sammlung an bisherigen Education Projekten
- Zentrale Eckpunkte der zugrunde liegenden, didaktischen OLPC-Philosophie entlang der Educational activity guidelines:
- Aktivitäten: "(...) the XO focuses children around the concept of the activity. Programs, projects, lessons, games-- these are all activities. On the XO, they are linked in their shared focus on collaboration and expression, and in their common methods of implementation, emphasizing journaling and iteration. Our hope is that children will come to recognize the activity as an intrinsic part of their learning experience." Beispiele mit ausgearbeiteten Unterrichtsplänen existieren für den Poll Builder, Slider Puzzle,
- Journal: als eine Art ePortfolio
- Kommunikation und Kollaboration: JedeR ist zugleich Lernender und Lehrender. "Whenever possible, activities should embrace this connectivity and emphasize the full range of collaborative processes that it makes possible." - siehe auch Collaboration guidelines
- kreativer Ausdruck: "The laptop is a "thing to think with." (...) A classroom activity based on the model of "learning by doing" should incorporate all three phases-- creation, critique, and revision."
- Übersicht bisheriger Lernaktivitäten im Klassenraum (und als Repository)
- Fokus auf problem-basiertes Lernen - Lernenden-zentriert und weniger instructional design
Welche Projekte thematisieren primär lokale/regionale Problemfelder?
- Idealerweise alle, um mittels eines problem-basierten Ansatzes Zusammenhänge zu verdeutlichen und Wissensstrukturen zu entwickeln
Welche Projekte fokussieren primär auf den Aufbau von Medien-/Lernkompetenz, um LLL zu fördern?
- Eigentlich alle, da LLL im Informationszeitlater als gegeben betrachtet wird.
Verfügbarkeit
Die OLPC-Foundation vertreibt die Laptops nicht. Sie nimmt Spenden entgegegen und ab einer Menge von 100 Laptops (give many), kann auch der Adressat bestimmt werden. Hierzu muss mit der Foundation Kontakt aufgenommen werden.
Der Weg einer Sammelbestellung wurde u.a vom OLPC Deutschland e.V. beschritten. Der Verein konnte dadurch am Linuxtag 2008 im Rahmen eines Wettbewerbes ca. 86 Rechner unter den Entwicklern als Dauerleihgabe verteilen. Das Projekt eVideo konnte 3 Laptops ergattern, da wir die kollaborativen Möglichkeiten und Videopotenziale evaluieren und ggf. weiterentwickeln helfen wollen.
Give one get one (G1G1) 2007
Für Privatpersonen gestaltet es sich schwierig. Von OPLC wurde ein Programm (G1G1) für den Vertrieb an Privatpersonen aufgelegt. Aber nur in den USA, Puerto Rico, Guam, the U.S. Virgin Islands, District of Columbia und Canada. Bis zum 31.12.2007 wurden hier die Laptops für einen Preis von $399 verkauft. (G1G1 - kauf 2 bekomm 1).
Einige davon können nunmehr über Ebay ersteigert oder gekauft (EUR 345) werden.
G1G1 November 2008
Es gab eine Weitere G1G1 aktion. Diese lief von November bis Dezember 2008. Dieses mal war es auch in Europa möglich an der Aktion teilzunehmen. Dazu konnte man über Amazon.co.uk einen Laptop bestellen.
News und Newsfeeds
OLPC.TV
- Walter Bender video-interview about Sugar on a Stick “Blueberry” v2 release by Sugar Labs
- OLPC we care a lot
- Hong Kong ICT Awards
- Importancia de las OLPC - CNN
- My review: $80 Android Laptop
OLPC Uruguay
- Anecdotes of Plan Ceibal in Durazno, Uruguay
- Questions to Negroponte
- Ciebal Search Engine
- Book "Ceibal in the society of the 21st century" was published.
- Rising Voices Article
OneLaptopPerChildNews
- Removing the XO Laptop keyboard motherboard controller [Flickr]
- Mike Lee and Wayan Vota inspecting a torn XO-1 keyboard membrane
- Disassembly of X0-1 laptop keyboard from OLPC
- OLPC Learning Club DC XO Laptop Repair Workshop
- Helping an OLPC Deployment in Gabon
Literatur und Links
- http://olpc.com
- http://wiki.laptop.org/
- http://wiki.olpc-deutschland.de
- http://de.wikipedia.org/wiki/OLPC_XO-1
- http://de.wikipedia.org/wiki/100-Dollar-Laptop
- Viele Fotos zum OLPC unter Wikimedia
- Keynote von Negroponte: One Laptop per Child
- OLPC Deutschland mit einigen interessanten Projekten
- Neues Wiki seit Sommer 2008: http://xoclassroom.com/ (noch auszuwerten)
- Edukative Spiele auf dem XO: Student projects for Squeak on the OLPC XO
- Einige Materialien: OLPC Courseware für Geometrie
- Einführung über Portal:Education
- Literatur: Internetzugang für Schulen in Entwicklungsländern: In Verbindung mit der Initiative "One Laptop per Child" (49EUR)
- HTW Didactics of Media Kurs in Verbindung zum Connectivism Kurs von Georg Siemens und Stephen Downes Konnektivismus
- Deutscher Wikipedia Konnektivismus eintrag.

